“Als Musiker seine eigene Musik zu hören, das ist ja wie sein eigenes Sperma zu trinken.”
(O-Ton Charlotte Roche zu Robbie Williams, bei MTV)
Meine Freundin hatte Charlotte Roche’s Romandebüt mit dem seltsamen Titel “Feuchtgebiete” irgendwann mal nebensächlich erwähnt, aber das Buch hat mich irgendwie nur peripher tangiert. Doch wenn ich nun die Amazon Rezessionen und diversen Blog Einträge wie u.a. von Malte oder René lese, macht mich Charlotte der Roman doch leicht an.

In dem fiktiven Roman geht es um die 18-jährige Helen ist, die außergewöhnliche Freizeitbeschäftigungen hat: Die Erforschung der eigenen Körperöffnungen und ihrer sexuellen Stimulierbarkeit, grenzwertige Tests der körperlichen Bakterienanfälligkeit sowie die Analyse anderer weiblicher Körper, insbesondere ihrer Genitalien. Helen beschreibt das Ganze mit einem einzigen Wort. “Muschistudium”.
Ich denke, bei Gelegenheit mal wieder zum Buch zu greifen und mir den skandalösen Roman anzutun. Besser spät als nie, denn ich will ja mitreden können. Zu guter Letzt noch Fräulein Roche’s interessantes Aussage im GQ Interview zu den Hygieneticks der Damenwelt:
(…) Kosmetikfirmen machen Frauen heute weis, sie bräuchten Intimlotionen, weil da unten ein schlimmer Geruch sei. Das ist für junge Mädchen hart, sie denken, alle Männer glauben, dass Muschis nach totem Fisch riechen. Diese hysterische Sehnsucht, den Körper zu domestizieren – Haare ab, Geruch weg –, bringt mich auf die Palme. Heute als Frau mit unrasierten Achseln aufzutreten, ist ein Skandal. Männer, die sagen, „ich stehe auf behaarte Muschis“, sind in der Fetischecke. (…)







