Archive for the 'Selbstgespräche' Category

10SepGeblubber by Night: Hi und Tschüs. 2

Jeden Tag das gleiche. Wenn man in einem Gebäude mit 350 Arbeitskollegen schafft, begegnen einem tagtäglich dutzende Leute, die auch wenn man sie nicht kennt, höflicherweise gegrüsst werden. Doch wie grüsst man richtig? Diese Face-to-Face Interaktion ist für mich ein seltsames Phänomen, dass im Alltag immer wieder vorkommt und mir andauernd über den Weg läuft.

Mir fällt desöfteren bewusst auf, dass wenn ich eine Person den ganzen Tag über noch nicht gesehen habe und zum ersten mal treffe, ein nettes “Hallo” über die Lippen bringe, auch wenn er/sie gerade das Gebäude verlässt und statt mir zurück zuhalloen eine Abschiedsformel wie “Tschüs” erwiedert. Seltsam, oder? Hätte ich vielleicht auch “Tschüs” sagen sollen oder habe ich richtig reagiert? Irgendwie verwirrend. Oder ist man sich im Laufe des Tages bereits begegnet und hat sich bereits gegrüßt und einem der beiden Personen ist es nur nicht mehr bewusst? Hm.

Heute ist mir das selbe wieder passiert, nur war ich in der Situation, Feierabend (*juhuu*) zu machen und heim zu gehen. An der Ausgangspforte dann einer Arbeitskollegin begegnet, die mir ein freundliches “Hi” zugerufen hat. Schon halb durch die Tür raus habe ich mich noch mal schnell umgedreht und ein “Tschau” kommuniziert. Und mir danach die Frage gestellt, ob ich nicht die Begrüßung mit einem “Hallöchen” hätte erwiedern sollen. Ich vermute, dass mein “Tschau” durch mein Unterbewusstsein gesteuert wurde und ich annehme, dass man sich nicht mehr begegnet.

Ferner spielt die Uhrzeit bei diesem Phänomen auf jeden Fall eine gewichtige Rolle. Wenn ich jemandem morgens oder vormittags begegne, egal ob grad am kommen oder gehen, werden für gewöhnlich Grußformeln für den ersten Kontakt verwendet. Zu fortgeschritteneren Zeiten ändert sich das Ganze und wird, siehe oben, komplizierter.

Wahrscheinlich ist es aber vollkommen wurst, was man auf eine Begrüßung antwortet, hauptsache man sagt was. Denn nicht jeder Mensch macht sich diese eigenenartigen Gedanken, wie ich. Die Meisten bemerken vermutlich nich einmal, was das andere Individuum entgegnet, solange sich irgendeine Reaktion ereignet. So oder so alles Schwachsinn, was ich hier schreibe. Wollt nur mal wieder was posten ;)

Zu guter letzt aber dann doch noch ein (extrem sinnfreier) Tipp: Wer beim ersten Kontakt in der Interaktion zuerst seinen Mund aufkriegt, kann im Prinzip nichts mehr falsch machen. Oder einfach gleich die Klappe halten und ignorieren. Aber letztendlich gibt es für diese Situationen wohl keine Regeln, keine Kommunikationsstratgie.


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